Jodi Picoult – Kleine große Schritte

*Rezensionsexemplar* Heute möchte ich euch mal eine etwas anspruchsvollere Lektüre vorstellen. Und zwar handelt es sich um den Roman „Kleine große Schritte“ von Jodi Picoult. Ich habe den Roman schon länger bei mir herumliegen. Habe ihn mehrfach begonnen, aber es war mir dann doch zu anspruchsvoll. Anfang des Sommers hatte ich richtig Lust darauf und habe erneut mit der Geschichte zur dunkelhäutigen Säuglingsschwester Ruth Jefferson begonnen. Und diesmal hat mich der Roman regelrecht umgehauen.

Allgemeine Informationen

Titel: Kleine große Schritte
Originaltitel: Small great things
Seitenzahl: 592
Autor: Jodi Picoult
Genre: Gesellschaftsroman
Verlag: C. Bertelsmann Verlag
Kosten: 20,00 € online bei Amazon*
Erschienen am: 02. Oktober 2017

Hier das Backcover zum Nachlesen:

Meine Meinung zu Kleine große Schritte

Einteilung/Schreibstil – Jodi Picoult erzählt die Geschichte aus drei Perspektiven, einmal der von Säuglingsschwester Ruth Jefferson, aus der ihrer Anwältin Kennedy und aus der von dem anklagenden Vater Turk. Die Kapitel sind größtenteils sehr lang und die Sprache ist schon etwas anspruchsvoller, ebenso wie die Thematik des Romans.

Story – Ruth ist Säuglingskrankenschwester und wird wegen Mord an einem Säugling angeklagt. Diesen Säugling hätte sie nach Anweisung nicht berühren dürfen, da die rassistischen Eltern das nicht wollten. In dem Roman geht es also hauptsächlich darum, auf das Thema des alltäglichen Rassismus aufmerksam zu machen, und den Ablauf des Prozesses aufzuzeigen, dem sich Ruth stellen muss. Während der Gespräche und der wechselnden Perspektiven, wird hier auf ein Thema aufmerksam gemacht, dass auch 3 Jahre nach Erscheinen des Buches noch sehr aktuell ist, wie man an den Vorfällen im Mai sehen konnte.

Leseempfehlung?!

Ja, ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um mich wirklich intensiv mit dem Buch zu beschäftigen. Gerade als im Mai das Thema Rassismus in den USA wieder durch die Medien ging, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Und zwar bis zum Ende!
Die Story ist hier tatsächlich sehr nebensächlich, wenn auch sehr interessant. Aufgrund der verschiedenen Gesundheitssysteme in den USA und hier, allerdings auch manchmal nicht ganz durchsichtig.

Allerdings soll das Buch eher auf das Problem des alltäglichen Rassismus aufmerksam machen, und das gelingt Jodi Picoult hervorragend! Gerade durch die Perspektivenwechsel wird hier sichtbar, wie stark Rassismus in unserer Gesellschaft eigentlich noch immer ist! Wenn auch unbewusst! Auch die Einblicke in den rassistischen Kindesvater Turk waren sehr interessant, denn so konnte man ein bisschen hinter die Fasaden schauen, was in einem Rassist tatsächlich manchmal vorgeht.

Für mich ein starkes Buch, das ein ziemlich bescheidendes Cover hat, dafür eine große Message. Und die ist das, was bei dem Roman im Vordergrund steht. Ich bin begeistert.

Habt ihr den Roman schon gelesen oder kennt ihr andere Bücher von Jodi Picoult, die ich unbedingt lesen sollte?

 

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